News 14.04

Zertifikate für Palliative Care-Weiterbildung

23.05.2014

Durchweg erleichterte und freudige Gesichter sah man am 23.05.2014 im Foyer der Akademie St. Franziskus in Lingen. Grund war der erfolgreiche Abschluss von 13 Teilnehmerinnen der siebten Palliative-Care Weiterbildung. Doch vor der Abschlussfeier mit Zertifikatübergabe war noch das Abschlusskolloquium zu absolvieren.

Palliative Care Weiterbildung

Foto: Die Kursteilnehmerinnen zusammen mit den Kursleitern Henning Geerdes und Birgit Kotte-Laake

Vor zahlreichen geladenen Gästen aus den Praxiseinrichtungen referierten die Teilnehmerinnen zu spezifischen Themen aus ihren Fachbereichen und stellten so ihre erworbenen oder erweiterten Kompetenzen dar. Anschließend erhielten die Teilnehmerinnen im Rahmen einer kleinen Feierstunde aus den Händen der Kursleitungen, Diplom-Pflegepädagoge (FH) Henning Geerdes und Diplom-Pflegepädagogin (FH) Birgit Kotte-Laake, ihre Zertifikate. Henning Geerdes würdigte in einer Ansprache sowohl die Leistungen des Abschlusskolloquiums als auch die engagierte Beteiligung während der Weiterbildung.

Die Teilnehmerinnen arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen der Pflege, wie beispielsweise in Krankenhäusern, ambulanten Pflegeeinrichtungen, Palliativstationen, Hospizvereinen und stationären Pflegeeinrichtungen. Die Palliative Care-Weiterbildung, die sich an examinierte Pflegende richtet, führt in das ganzheitliche interdisziplinäre Betreuungskonzept der Palliativpflege und der Palliativmedizin ein. Inhaltliche Berücksichtigung finden dabei neben der Vermittlung einer wertorientierten Grundhaltung und Erweiterung der pflegerischen Kompetenz innerhalb der Palliativmedizin und Hospizarbeit auch spezielle, kreative und individuelle Möglichkeiten einer symptomorientierten ganzheitlichen Therapie und Pflege.

Weitere Inhalte führen in den Bereich Symptomkontrolle, Schmerztherapie und psychische, soziale und spirituelle Aspekte der Pflege und Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen, Modelle zur Kommunikation in der interdisziplinären Zusammenarbeit und Möglichkeiten der Bearbeitung ethischer Konfliktsituationen. Zudem bilden die Vernetzungsmöglichkeiten stationärer und ambulanter Unterstützungsmaßnahmen einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt.

Im Rahmen der Weiterbildung wird ein Grundkurs Basale Stimulation angeboten. Ein Highlight war auch in diesem Jahr wieder ein Workshop zur Klangschalentherapie durch die Lingener Dozentin Angelika Suiver (Forum Mensch).

Kolloquiumsthemen

Möglichkeiten der Basalen Stimulation in der palliativen Betreuung
(Silvia Hanken, Caritas Pflegedienst Unterems, Papenburg)

Der Umgang mit Portsystemen im palliativen Kontext
(Gisela Heggemann, Caritas Pflegedienst St. Elisabeth, Herzlake)

Finale Unruhe und ihre komplementären Behandlungsmöglichkeiten
(Petra Kühn, Evangelisches Krankenhaus, Oldenburg)

Trauer und Trauerbegleitung
(Katharina Küthe, St.Reginenstift, Fürstenau)

Implementierung von Hospiz- und Palliativkultur im Altenpflegeheim
(Rita Lewrentz, Haus Lambertus, Berge)

Ernährung und Flüssgkeitsaufnahme am Lebensende
(Denise Mennebäck, Bürgerhilfe, Emlichheim)

Palliative Betreuuung von Menschen mit einem exulcerierenden Tumorwunde
(Kathrin Peifer, Caritas Pflegedienst St. Elisabeth, Herzlake)

Palliative Betreuung und Sterbebegleitung demenziell erkrankter Menschen
(Doris Rolfes, Hospiz St. Veronika, Thuine)

Basale Stimulation in der Begleitung schwer erkrankter Menschen
( Michaela Scholz, Elisabeth-Krankenhaus, Thuine)

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) im Kontext der Dyspnoe
(Sabine Schomakers, Elisabeth – Krankenhaus, Thuin )

Palliative Betreuung von Menschen mit einem Lymphödem
(Angelika Selitsch, Emsländische Pflege gGmbH, Sögel)

Die Bedeutung der Mundpflege in der palliativen Betreuung
(Anja Knoblauch – DRK Sozialstation, Meppen)

Übelkeit und Erbrechen im palliativen Kontext
(Sonja Siebel, Bürgerhilfe, Emlichhheim)

Symptomkontrolle Dyspnoe
(Christina Windhaus, Emsländische Pflege gGmbH, Sögel)


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