News 13.04

Palliative Care-Weiterbildung

31.05.2013

Viele freudige Gesichter erblickte man am vergangenen Freitag im Foyer der Akademie St. Franziskus in Lingen. Grund war der erfolgreiche Abschluss von 18 Teilnehmerinnen der sechsten Palliative-Care Weiterbildung. Doch vorher war noch das Abschlusskolloquium zu absolvieren. Vor den geladenen Gästen aus den Praxiseinrichtungen und Dozenten referierten die Teilnehmerinnen zu spezifischen Themen aus ihren Fachbereichen und stellten so ihre erworbene oder erweiterte Kompetenz dar. Daran anschließend erhielten die 18 Teilnehmerinnen im Rahmen einer kleinen Feierstunde aus den Händen von Kursleiter, Diplom-Pflegepädagoge (FH) Henning Geerdes ihre Zertifikate. Er würdigte in einer Ansprache sowohl die Leistungen des Abschlusskolloquiums als auch die engagierte Beteiligung während der Weiterbildung.

Weiterbildung Palliative Care

Foto: Die erfolgreichen Kursteilnehmerinnen mit Kursleiter Henning Geerdes , Akademie St. Franziskus

Die Teilnehmerinnen arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen der Pflege, wie beispielsweise in Krankenhäusern, ambulanten Pflegeeinrichtungen, Palliativstationen, Hospizvereinen und stationären Pflegeeinrichtungen.

Der berufsbegleitende Kurs, der sich an examinierte Pflegende richtet, führt in das ganzheitliche interdisziplinäre Betreuungskonzept der Palliativpflege und der Palliativmedizin ein. Inhaltliche Berücksichtigung findet dabei neben der Vermittlung einer wertorientierten Grundhaltung und Erweiterung der pflegerischen Kompetenz innerhalb der Palliativmedizin und Hospizarbeit auch spezielle, kreative und individuelle Möglichkeiten einer symptomorientierten ganzheitlichen Therapie und Pflege.

Weitere Inhalte führen in den Bereich Symptomkontrolle, Schmerztherapie und psychische, soziale und spirituelle Aspekte der Pflege und Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen, Modelle zur Kommunikation in der interdisziplinären Zusammenarbeit und Möglichkeiten der Bearbeitung ethischer Konfliktsituationen. Zudem bilden die Vernetzungsmöglichkeiten stationärer und ambulanter Unterstützungsmaßnahmen einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt.

Im Rahmen der Palliative Care-Weiterbildung wird auch ein Grundkurs Basale Stimulation angeboten. Ein Highlight ist auch in diesem Jahr ein Workshop zur Klangschalentherapie durch die Lingener Dozentin Angelika Suiver (Forum Mensch).

Themen des Kolloquiums

Basale Stimulation in der Begleitung von wahrnehmungsveränderten Menschen
(Silke Abels – St. Lukas Heim, Papenburg)

Patientenverfügung
(Nadine Bicker – Caritas Pflegedienst, Geeste-Twist)

Anorexie und Kachexie im palliativen Kontext
(Maria Bramschulte – Elisabeth- Krankenhaus, Thuine )

Burnout
(Stephanie Brinkers – Curanum Seniorenstift, Lingen)

Das Symptom Dyspnoe in der palliativen Betreuung
(Stefanie Brünink – Caritas- Pflegedienst, Geeste-Twist )

Die Bedeutung der Sexualität im palliativen Kontext
(Schwester M. Agnes Bruns – Elisabeth- Krankenhaus, Thuine )

Geschichtliche Entwicklung der Hospizbewegung
(Jasmin Ekelhoff – Hospizhilfe, Grafschaft Bentheim )

Trauerbegleitung auf der Palliativstation
(Martina Flender – Elisabeth- Krankenhaus, Thuine)

Basale Stimulation in der palliativen Betreuung
( Anne Heinrich – Pflegedienst Villa Savelsberg, Papenburg )

Sterbehilfe in der palliativen Betreuung
(Christina Johnscher , Lingen )

Symptomkontrolle Übelkeit und Erbrechen
(Jessica Keuter – St. Bonifatius- Hospital, Lingen)

Die Bedeutung der Mundpflege in der palliativen Betreuung
(Anja Knoblauch – DRK Sozialstation, Meppen)

Übelkeit und Erbrechen im palliativen Kontext
(Inge Knöppel – Caritas Pflegedienst, Geeste-Twist)

Menschen mit einer demenziellen Erkrankung besser verstehen
(Schwester M. Jona Lücken – Caritas – Pflegedienst, St. Barbara, Heede)

Ätherische Öle – eine Möglichkeit in der Palliativbetreuung
(Irina Petrik – Stephanus- Haus, Lingen)

Die Bedeutung der Biografiearbeit
(Britta Schoo – Akademie St. Franziskus, Lingen)

Trauer im Altenpflegeheim
(Judith Wilbers – St. Ursula Alten- und Pflegeheim, Haselünne)

Trauerbegleitung in der ambulanten Pflege
(Angela Wotte – Pflegedienst Unterems, Papenburg-Rhede)


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