News 13.03

Pflegepersonalnotstand: Mehr examinierte Pflegende die richtige Lösung

24.04.2013

Das Kollegium der Akademie St Franziskus (ASF), einer der größten Aus-,Fort-und Weiterbildungseinrichtungen für Pflege der Region mit einer Berufsfachschule für Altenpflege, einer Hebammenschule und den Bildungsgängen Gesundheits-und Kinderkrankenpflege und Gesundheits-und Krankenpflege, beurteilt die Verhältnisse im Emsland im Einklang mit der Sozialdezernentin Frau Sigrid Kraujuttis insgesamt als noch tolerabel, jedoch in keinem Fall als optimal. Dabei ist es natürlich zwingend erforderlich neue Wege der Personalgewinnung zu beschreiten und auch die sozialen Netzwerke zu bedienen, aber dies – so die Geschäftsführerin Dipl. Medizinpädagogin Gabriele Weglage, wird bei weitem nicht ausreichen.

Pflegenotstand

Sicher ist es von Bedeutung, dass das Land Niedersachsen den Zuschuss zum Schulgeld erhöht hat, denn die Akademie St. Franziskus hat – wie viele andere Berufsfachschulen auch – das Schulgeld dem Förderbetrag angepasst. Auch Projekte wie Care4future sind sicher hilfreich. So führen Auszubildende der Akademie auch Anleitungsprojekte mit regionalen Schulen durch, erarbeiten Projekte zur Berufspolitik um deren Ergebnisse auch praktisch umzusetzen und versuchen im Rahmen der Lernortkooperation in Fort – und Weiterbildung ihren Teil zur Qualitätsentwicklung beizutragen.

Auch der jetzt seit zwei Jahren  in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück laufende Duale Studiengang Pflege, in dem alle drei Berufsgruppen der Pflege in einer Studiengruppe vertreten sind, trägt nicht nur zur Akademisierung, sondern auch zur Aufwertung des Berufes der Altenpfleger/in bei.

Neben diesen Aspekten wünschen sich die Auszubildenden und Mitarbeiter der Akademie St. Franziskus eine Imagekampagne der Regierung für die Altenpflege, verbesserte Rahmenbedingungen in den Einrichtungen, verstärkte Fort- und Weiterbildung und Qualifizierungsmaßnahmen für examinierte Pflegende, um nur einige Möglichkeiten zur Attraktivitätssteigerung des gleichermaßen anspruchs- und wertvollen Berufes Altenpfleger/in zu nennen. Daneben ist es natürlich von enormer Bedeutung, dass die Altenpflegeeinrichtungen noch stärker in die Ausbildung investieren und die examinierten Pflegenden darüber an die Einrichtungen binden. Derzeit zeigen sich viele Einrichtungen der Region engagiert, stoßen aber zunehmend wirtschaftlich an ihre Grenzen.

Insgesamt zeigt das Ergebnis der Pflegekonferenz den Weg in die richtige Richtung. Bleibt zu hoffen, dass die Ausbildungszahlen der Berufsfachschulen für Altenpflege in Meppen, Papenburg und Lingen bald mehr als 100 Absolventen/innen pro Jahr erreichen.


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