News 10.11

Von zwei kleinen Pflegeschulen zur Akademie für Pflegeberufe

23.12.2010

Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich viel verändert an den Strukturen der Pflegeschulen des St. Bonifatius Hospitals in Lingen und des Elisabeth Krankenhauses in Thuine. Das ließen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Akademie St. Franziskus (ASF) in Lingen im Rahmen einer turnusgemäßen MAV Sitzung Revue passieren.

Im Jahre 2005 holten sich die Funktionsträger der Krankenhäuser in Lingen und Thuine mit der Stuttgarter Diplom-Medizinpädagogin Gabriele Weglage (Robert Bosch Krankenhaus) eine profilierte Kraft ins Emsland. Ihre Aufgabe sollte nicht nur die Geschäftsführung einer neuen Gesellschaft sein, die sich für die Kranken-und Kinderkrankenpflegeausbildung der Auszubildenden des Bonifatius Hospitals in Lingen und des Elisabeth Krankenhauses in Thuine verantwortlich zeichnen sollte, sondern sie sollte in Personalunion diese neue Schule auch leiten. Dies erscheint auch im Nachhinein noch als große Herausforderung. Zur Herkulesaufgabe wurde es dann, als die Integration der Berufsfachschule für Altenpflege und später auch die Thuiner Hebammenschule unter das Dach der als Akademie St. Franziskus benannten neuen Einrichtung integriert wurde.

Kollegium Akademie St. Franziskus

Foto: Das Kollegium der Akademie St. Franziskus

In einer kurzen Einführungsrede zur Thematik stellte Gabriele Weglage fest, dass der Zusammenführungsprozess nun beendet scheint. Die Akademie St. Franziskus sieht sie für die Zukunft als gut aufgestellt an. In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Auszubildenden immer weiter erhöht. Zu den 150 Auszubildenden im Bereich Gesundheits-und Krankenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege kommen nun jedes Jahr rund 30 Auszubildende aus dem Fachbereich Altenpflege dazu, so dass in diesem Bereich rund 60 junge Menschen ihre Ausbildung in Kooperation mit Altenpflegeeinrichtungen im Emsland und der Grafschaft Bentheim machen können. Weiter sei der Bereich Hebammenwesen mit einem neuen Kurs von 17 Auszubildenden gut angelaufen.

Ein immer weiter wachsender Zweig sei aber nach Ansicht Weglages auch der Fortbildungssektor. Obwohl die Gelder für diesen Bereich eher sinken als steigen, nimmt die Anzahl der durchgeführten Fortbildungen in der Akademie aber auch als Inhouse-Veranstaltungen in verschiedenen Einrichtungen immer weiter zu. Neben den durchlaufenden Angeboten wie Palliative Care Kurse, Praxisanleiter-Kursen, Seminare im Bereich Gerontopsychiatrie, Basale Stimulation, Kinästhetics, Wundmanagement, Pflegeassistenz, Kommunikation und weitere regelmäßige Angebote, kann die Akademie mittlerweile ein breit gefächertes Kursangebot für alle in der Pflege tätigen Menschen und ihrer Einrichtungen machen. Natürlich geht das nur durch ein stetig wachsendes und gut qualifiziertes Kollegium. In diesem Zusammenhang dankte Weglage allen Mitarbeitern für ihr Engagement und machte deutlich, dass diese Zeit des Zusammenführens nun abgeschlossen sei.

Diesen Ball aufgreifend dankte MAV Vorsitzender Lambert Lammers der Akademieleitung. Allen Mitarbeitern sei sehr bewusst, dass sie auf die strategisch richtige Weichenstellung der Geschäftsführerin vertrauen könnten. Das Bemühen den Dualen Studiengang für Pflege ins Emsland und die Grafschaft Bentheim zu holen, sei sicher ein weiterer wichtiger Meilenstein , nicht nur für die weitere Akademisierung der Pflege und die Pflegeausbildung der Region , sondern auch für die Entwicklung der Akademie St. Franziskus und damit auch Sicherheit für die Arbeitsplätze in der Akademie.

Auch Lammers zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung der Akademie. Neben der inhaltlichen Aufstellung wurden auch durch aktuelle Baumaßnahmen wie neue Klassenräume und die Schaffung von optimaler Ausstattung von Kursräumen (z.B. mit Beamern und festinstallierten Rechnern, eigenes Netzwerk etc.) Zeichen gesetzt. Das sei nicht selbstverständlich, so Lammers.

Auch die Möglichkeiten für die Kollegen und Kolleginnen, Fortbildungen und Studienmöglichkeiten zur Weiterqualifikation zu nutzen, die auch in nicht unerheblichen Maß durch die Akademieleitung unterstützt werden, sei ein Zeichen von Professionalität und Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber. In diesem Sinne dankte Lambert Lammers im Namen des Kollegiums Gabriele Weglage für das Vorangehen und entließ die Akademieleitung nicht ohne eine weitere gute Zusammenarbeit für die nächsten Jahre zu versprechen.


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