News 09.05

Auszubildende auf der Emslandschau in Papenburg

02.10.2009

Der Jahrgang 2007/10 des Bildungsganges Altenpflege der Akademie St. Franziskus mit Frau Katrin Düttmann (Diplom Berufspädagogin) folgte Anfang Oktober der Einladung des Demografiebeauftragten des Landkreises Emslandes auf die Emslandschau 2009. Es galt, an einem Projekt mitzuwirken. Die Auszubildenden stellten den Messebesuchern einen Alterssimulationsanzug vor.

Emslandschau 2009

Foto: Messebesucher im Alterssimulationsanzug

Auf dieser großen Regionalfachmesse stellte der Landkreis Emsland in der Zusammenarbeit mit der Firma Wolfsburg AG die Herausforderungen des demografischen Wandels auch für die Wirtschaft im Hinblick auf die veränderten Ansprüche an die verschiedensten Wirtschaftsgüter dar.

Hingewiesen wurde auf die normalen physiologischen Veränderungen während des Alterns wie zum Beispiel das Nachlassen des Sehvermögens, die Einschränkung der Beweglichkeit, der Verlust der muskulären Kraft, vermindertes Hörvermögen und reduzierte Haptik. Diese veränderten Fähigkeiten sind für gesunde Menschen kaum nachzuempfinden.

Dies nachzuempfinden ist nun durch die Entwicklung eines modularen Alterssimulationsanzuges möglich geworden. Aufgabe der Auszubildenden der Akademie St. Franziskus war es, diesen Anzug mit einer Vertreterin der entwickelnden Firma auf der Papenburg Messe vorzustellen. Alleine das Anziehen des Anzuges, der die nachlassenden Fähigkeiten im Alter nachempfinden soll, zog einiges an Aufmerksamkeit auf sich. In einem Parcours über die Messe hatten die Auszubildenden dann verschiedene praktische Aufgaben, wie Plakate an einem Messestand lesen, Gespräche führen, sich in ein Auto zu setzen und Coupons von Gewinnspielen ausfüllen durchzuführen.

In der Reflektion zeigten sich die Auszubildenden sehr beeindruckt von dieser Erfahrung. „Wer hat sich noch nicht gewundert, wenn ältere Menschen im Supermarkt ihr Geld ausschütten?“, so eine Auszubildende. „Aber ist ja jetzt ganz logisch. Man erkennt die Geldstücke dann besser und kann sie besser greifen.“ Neben den zahlreichen Eigenerfahrungen, die sich sicherlich auch im pflegerischen Handeln der Auszubildenden durch besseres Nachempfinden zum Beispiel im Bereich Mobilisation widerspiegeln werden, hat diese Aktion aber auch sehr viel Aufmerksamkeit erregt. So konnte auch auf die veränderte Situation der Gesellschaft und die Bedürfnisse von älteren Menschen aufmerksam gemacht werden.


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